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Erasmus+ Schüleraustausch Kleinmachnow - Lannion März 2026

Wie wollen wir zukünftig bewusst und nachhaltig leben? Welche Faktoren spielen dabei eine besondere Rolle?

Schwerpunkte des Aufenthaltes unserer französischen Austauschschüler/-innen aus Lannion in Kleinmachnow vom 21.3. bis zum 28.03.2026 waren vor allem urbane Entwicklungsmöglichkeiten, Nachhaltigkeitskonzepte in Großstädten, die Umsetzung erneuerbarer Energiekonzepte und die Auswirkungen fossiler Brennstoffe auf unser aller Leben und die Umwelt, aber auch das Thema Wasser als unsere wichtigste Lebensgrundlage und Probleme, die damit in Zusammenhang stehen und wie wir diese lösen können.

Im Futurium in Berlin bekamen wir dank einer sehr informativen Führung Einblicke in Nachhaltigkeitskonzepte den zukünftigen Wohnungsbau mit nachhaltigen Materialien betreffend. Die Schüler/-innen lernten, wie sinnvoll und wichtig die Entwicklung und Nutzung von künstlicher Intelligenz dabei ist, aber auch wie zukünftige Generationen energieautark leben können.


Sorgfältig vorbereitet mit einem umfassenden Fragenfundus und besonders spannend war der Besuch im Bundestag am darauffolgenden Tag.

Nach einer eindrucksvollen und lehrreichen Führung im Reichstagsgebäude hatten wir die einzigartige Möglichkeit Herrn Olaf Scholz im ‎Marie-Elisabeth-Lüders-Haus mit zahlreichen Fragen in einem Interview unter anderem zu Themen wie Nachhaltigkeit, erneuerbare Energien, urbane Stadtentwicklung, aber auch Politik und Gesellschaft zu löchern, die er umfassend, geduldig und kompetent beantwortete. 

Aber auch geschichtliche Themen Berlin und die deutsche Teilung betreffend beschäftigten uns besonders, so dass wir uns selbst ausführlich im Tränenpalast darüber informierten.

Die Inhalte des Interviews mit Olaf Scholz erinnernd unternahmen wir am nächsten Tag einen Ausflug in den Braunkohletagebau nach Welzow. Hier lernten wir Möglichkeiten der Renaturierung der durch Menschenhand jahrzehntelang ausgelaugten Landschaft kennen, gewannen aber auch Einblicke in die damit verbundenen Probleme, unter anderem die Wasserversorgung in der Hauptstadt, aber auch Arbeitsplätze betreffend.

Wichtig war dieser Ausflug besonders für die französischen Schüler/innen, die in ihrer Region diese Probleme nicht kennen.

Eine einzigartige Möglichkeit der hygienischen Aufbereitung von Regen-, Grau- und Schwarzwasser in einer Stadt lernten wir in der Roof Water-Farm Berlin kennen. Abwasser kann so gereinigt und gefiltert werden, dass es in Trinkwasserqualität wieder zur Verfügung steht; welch geniale Idee, die uns in ihrer Nachhaltigkeit sehr beeindruckt hat. Technologien wie Aquaponik und Hydroponik begeisterten uns sehr und regten uns zur möglichen Nachahmung an, um selbst frisches Gemüse gedüngt mit dem aufbereiteten Wasser anzubauen.

Am letzten Tag präsentierten wir unsere Ergebnisse und Erfahrungen der Woche und fassten alles in einer übersichtlichen Task Card zusammen, erstellten einen Podcast und versäumten es nicht, unseren Schüleraustausch fröhlich, kulinarisch und voller neuer Ideen und Gedanken beim Bowling mit Selbstgebackenem und Snacks gut gelaunt ausklingen zu lassen.

Etwas Wehmut begleitete den letzten Tag allerdings doch, aber wir freuen uns bereits jetzt auf die Fortsetzung unseres Erasmus+-Schüleraustauschs Kleinmachnow-Lannion im nächsten Schuljahr.

Autor: Dorit Dorfmann