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Erasmus+ Reise nach Lannion / Bretagne

Essen muss jeder. Wo ist der Beginn der Nahrungskette? Warum sind Lannion und die Bretagne ideale Ausgangspunkte, um Antworten zur nachhaltigen, gesunden und klimagerechten Lebensweise und Ernährung zu finden?

Unser Schüleraustausch im Rahmen des Erasmus+-Programms fand vom 11. bis zum 19. Oktober 2025 statt und führte uns bis ans westlichste Ende Frankreichs. Insgesamt nahmen 30 französische und deutsche Schülerinnen und Schüler daran teil.

Nach der langen Anreise wurden wir am Bahnhof in Lannion von den Gastfamilien herzlich empfangen. Für unsere Jugendlichen begann diese interkulturelle Begegnung mit vielen Ungewissheiten: Wie werden sie sich verständigen? Wie wird die französische Küche schmecken? Wo werden sie wohnen? Wie wird der Partner/die Partnerin sein?

Eine Mischung aus Englisch, Französisch und Deutsch bereicherte von nun an unseren Aufenthalt.

Der erste Tag in Frankreich war ein Sonntag, Zeit für erste Annäherungsversuche bei den Gastfamilien und für erste Entdeckungen in die Region.

Im Laufe der Woche staunten die deutschen Schüler nicht schlecht über den Schulalltag ihrer Altersgenossen: zwei Stunden Mittagspause, ein Mittagessen in der Mensa so vielseitig wie in einem Vier-Sterne-Hotel – „Essen wie Gott in Frankreich“ -, aber dann auch Büffeln bis 17 Uhr!!!


Die Unterrichtstage waren gefüllt mit Workshops, Exkursionen, Stadtbesichtigungen und vielen Gesprächen.


An der bretonischen Küste wurden zunächst Wasserproben entnommen für mikroskopische Untersuchungen, anhand derer die Nahrungskette beginnend bei dem Plankton ermittelt wurde. Bei einem Besuch im Meereskundemuseum 70.8 in Brest informierten wir uns über die diversen Maßnahmen zum Schutz der Küsten und Meere sowie über die vielschichtigen Ressourcen, die die Meere auf unserem Planeten bieten.

Wir beschäftigten uns mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Umwelt, der Bedrohung der Biodiversität, den zunehmenden Umweltkatastrophen und deren Folgen für die Menschen sowie den Forschungsansätzen für Gegenmaßnahmen.

Das neu erworbene Wissen wurde auf Postern, e-Twinning-Plattformen, Plakaten, Fotos und Audiodateien festgehalten. Das Endprodukt sollte schließlich in einer virtuellen Ausstellung zusammengefasst werden. Eine kleine Schülergruppe arbeitete auch an einem Podcast für das schulinterne Radioprogramm.

Der letzte Tag an der Schule hielt eine Überraschung für uns bereit: den Besuch der sogenannten Fest Deiz. Hier wurden traditionelle keltische Tänze in der Aula aufgeführt, die immer mehr Begeisterte auf die Tanzfläche zogen.  Sogar unsere deutschen Jugendlichen mischten sich in die Menge!

Der Aufenthalt bei ihrer Gastfamilie und die enge Zusammenarbeit mit den Austauschpartnern war eine ganz besondere Erfahrung, von der alle noch lange zehren werden!!! Solch ein interkultureller Austausch ist auch ein wichtiger Beitrag zur Völkerverständigung.

Nun freuen wir uns auf den Gegenbesuch unserer französischen Partner aus Lannion im März 2026. Dann werden wir uns mit Projekten zur nachhaltigen Energiegewinnung, mit der Problematik der Wasserknappheit und mit Lösungsansätzen aus der Agrarwirtschaft beschäftigen. Am Beispiel des Braunkohletagebaus in der Lausitz wird auf die Komplexität der Rückabwicklung der bisherigen fossilen Energiegewinnung und deren Folgen auf den Wasserhaushalt in der gesamten Regionen aufmerksam gemacht.  Auch ein Besuch beim deutschen Bundestag steht auf dem Programm.

Autor: Dorit Dorfmann