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Ausflug zur Gedänkstätte Lindenstraße in Potsdam

Autor/in: Lena Khalife

Heute waren wir in der Gedenkstätte Lindenstraße in Potsdam, einem ehemaligen Stasi-Gefängnis. Schon als wir um 9:40 Uhr reingegangen sind, habe ich sofort gemerkt, dass dort eine ziemlich bedrückende Stimmung herrscht. Die engen Flure, die dicken Türen und die kleinen, leeren Zellen haben gezeigt, wie schlimm das Leben für die Gefangenen damals gewesen sein muss.
Am Anfang durften wir mit Tablets durch das Gebäude laufen und Aufgaben bearbeiten. Dabei konnten wir uns die Zellen genauer anschauen und über Texte und Videos mehr über die Vergangenheit des Gefängnisses lernen.
Nach der Mittagspause von 11:15 bis 12:15 Uhr haben wir uns dann mit der Biografie eines Zeitzeugen beschäftigt. Dafür haben wir uns gemeinsam Fragen überlegt. Später kam der Zeitzeuge selbst und erzählte uns sehr offen aus seinem Leben: über seine Kindheit, die Schule, den Sport, sein Studium und auch über sein Familienleben.
Besonders beeindruckend – und auch ziemlich traurig – war, dass er selbst hier in der Lindenstraße eingesperrt war. Er hat erzählt, dass er dort geschlagen und schlecht behandelt wurde. Bis heute hat er noch mit den Folgen zu kämpfen. Das war für mich sehr bewegend, und ich habe gemerkt, wie grausam das Leben in der DDR für viele Menschen war. Zum Schluss hat er uns gesagt, wie wichtig es ist, dass wir heute in einer Demokratie leben und frei entscheiden können, wie wir unsere Zukunft gestalten. Er hat uns ermutigt, unsere
Chancen zu nutzen und unsere Ziele zu verfolgen.