Japanisch-Deutsches Freundschaftskonzert–Schüler besuchen die Berliner Philharmonie
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Sonntag, den 12. Juni 2016 um 21:21 Uhr

Bereits seit mehreren Jahren gestaltet unsere Schule einen Japantag, der jährlich im November stattfindet. Hier treten japanische und deutsche Schüler und Lehrer in einen aktiven Austausch, indem sie einen Tag lang einander Kultur, Traditionen, Besonderheiten und Bräuche ihres Landes vorstellen.

In diesem Zusammenhang unterstützt uns immer wieder Herr Tetsuo Terasaki, ein versierter Übersetzer, der schon lange in Berlin lebt.

Ganz besonders freuten wir uns, als er unseren Schulchor, den Herr Terasaki beim Japantag mehrfach erlebt hat, in die Berliner Philharmonie zum Japanisch-Deutschen Freundschaftskonzert unter der Schirmherrschaft der Botschaft von Japan einlud.

Die Überraschung mit den Freikarten ist ihm gelungen!

Am 2. Mai war es dann soweit. Mitglieder des Chores und interessierte Schüler verschiedener Jahrgangsstufen fuhren z. T. in Begleitung ihrer Eltern oder Großeltern zum Potsdamer Platz, in dessen Nähe sich die Philharmonie befindet. Für einige war esder erste Besuch dort.

Am Eingang trafen wir auch gleich Herrn Terasaki, dem wir für die Einladung nun persönlich danken konnten.

Aufführende waren der japanische Choir Hagiund der Kammerchor des Collegium Musicumder Berliner Universitäten FU und TU. Die beiden Chöre boten ein abwechslungsreiches Programm und lösten sich mehrmals in der Darbietung ab. Der japanische Chor brachte zunächst traditionelle Chormusik seines Landes zu Gehör, um uns dann mit japanischerPopmusik zu überraschen, die für unsere Ohren zugegebenermaßen etwas gewöhnungsbedürftig klang.Dennoch gefiel den meisten Schülern das Programm der Japaner besser, zumal sie in farbenprächtigen Kostümenund mit uns größtenteils unbekannten Instrumentenaufwarteten.

Am Ende wurde gemeinsam musiziert. Beide Chöre präsentiertenzusammen aus ihrem jeweiligen Heimatland ein bekanntes Volkslied. Auf Sakura Sakurafolgte das Heidenröslein. Bei diesem Lied sangen viele Zuhörer aus dem Publikum mit, was uns wegen der herausragenden Akustik in der Philharmonie schon beeindruckte. Diese besondere Akustik entsteht übrigens durch die ungewöhnliche Architektur des Konzertgebäudes, die auf drei ineinander versetztenFünfecken basiert,mit einer Bühne, die ähnlich einer Manege im Zirkuszelt fast mittig platziert ist. Auf diese Weise hat man nicht nur von jedem der mehreren tausend Plätze freie Sicht auf das Konzertpodium, sondern kann durch fehlende einander direkt gegenüberliegende Wände, die den Schall dämpfen würden, auch ein perfektes Hörerlebnis genießen.

Insgesamt war dieser Konzertbesuch ein besonderes Erlebnis mit für uns teilweise sehr exotischen Klängen.

Sörine Selle, Chorleiterin