Rhapsody in School – Musikkurs 11 besucht Konzert am Gendarmenmarkt
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Sonntag, den 10. April 2016 um 13:34 Uhr

Bach, Mozart, Beethoven – große Namen der Musikgeschichte, deren Musik aber in unserer Zeit nur noch wenige Jugendliche hinterm Ofen hervorzulocken vermag. Das bundesweite Musikvermittlungsprojekt Rhapsody in School hat es sich zur Aufgabe gemacht, genau diesen Fakt zu ändern. Es ist eine Initiative von Spitzenmusikern der Klassik, die Kooperationen mit namhaften Orchestern, Festivals und Konzerthäusern in ganz Deutschland unterhält und sich an Kinder und Jugendliche aller Bildungsschichten wendet. Für sein nachhaltiges Engagement wurde dieses Projekt 2014 mit dem Echo Klassik Preis in der Kategorie „Nachwuchsförderung“ ausgezeichnet.

Am 8. Januar 2016 fuhr unser Musikkurs nach Berlin zum Gendarmenmarkt, wo wir uns im Großen Saal des dortigen Konzerthauses mit der Rhapsody in Concert II selbst einen Eindruck von diesem Projekt verschaffen wollten. Auf dem Programm standen viele Highlights der Klassik, die vom Konzerthausorchester Berlin gespielt wurden. Unterstützt wurden die Profimusiker vom Orchester des Musikgymnasiums Carl Philipp Emanuel Bach. Bemerkenswert fanden wir, dass diese jungen Instrumentalisten Schüler in unserem Alter waren, teilweise sogar jünger. Dennoch spielten sie schon fast so professionell und routiniert wie ihre älteren Kollegen. Mit den Solisten Lars Voigt (Projektinitiator, Dirigent und Pianist), Sharon Kam (Klarinette), Veronika Eberle (Violine) und Tanja Tetzlaff (Violoncello) konnten international bekannte Klassikstars gewonnen werden. Sehr humorvoll, unterhaltsam und kurzweilig verstand es der vom KiKa-Fernsehen bekannte Moderator Malte Arkona durch das Programm zu führen. Er stellte sich auf uns Jugendliche ein und erklärte zwischen den Stücken auf amüsante Weise musikalische Begriffe, Spielweisen der Instrumente und Besonderheiten der einzelnen Werke. Auch führte er in seiner locker-charmanten Art auf der Bühne Interviews mit den Solisten, die genauso unverkrampft und natürlich, fern von jeglichen Starallüren, antworteten. So bekamen wir beispielsweise Einblicke in das Leben von Berufsmusikern und erhielten auch viele interessante Begleitinformationen.

Gleich zu Beginn ertönten die berühmtesten vier Töne der Musikgeschichte, das Schicksalsmotiv aus dem 1. Satz von Beethovens 5. Sinfonie, die natürlich jeder von uns kannte. Aber live gespielt war das doch etwas ganz Anderes! Es folgten Ausschnitte aus ebenso bekannten Werken wie Mozarts A-Dur-Klarinettenkonzert, Brahms‘ Ungarischen Tänzen, Schostakowitschs Es-Dur-Cellokonzert und Griegs a-MollKlavierkonzert. Den fulminanten Abschluss bildete jedoch das Finale aus Strawinskys Ballettmusik Der Feuervogel. Diese Musik war so mitreißend und überwältigend und löste wahre Begeisterungsstürme in uns aus. Noch immer mit Gänsehaut und erfüllt von den finalen  Klängen verließen wir den Saal und bekamen Lust auf mehr. Unser Feedback: Musikunterricht sollte öfter in den Konzertsaal verlagert werden!

Roman Reich/Sörine Selle